Freiburger Puppenbühne

Biographisches Karin Minuth

Karin MinuthKarin Minuth (geb. 1956), früher viele Jahre im medizinischen Bereich tätig, wird von ihrem Mann gerne als „die Seele der Bühne“ bezeichnet. Am Anfang war die Idee: 1987 besucht sie mit einem ihrer Kinder eine Puppentheater-Vorstellung. Der Auftritt des Puppenspielers begeistert sie so, dass sie die Idee hat, es mit einer eigenen Bühne zu versuchen. „Aus dem Bauch heraus“ und ausgestattet mit viel Gottvertrauen fängt sie an Kulissen zu malen, Puppenköpfe zu modellieren und Kostüme zu schneidern. Es sollte die Geburtsstunde der Freiburger Puppenbühne sein.

Karin Minuth entschloss sich "Puppen leben zu lassen". Und daran sollten möglich viele Menschen Anteil haben. Sie baut für Ihr Publikum eine Bühne, beschäftigt sich mit traditionellen Spieltechniken, bildet ihre Stimme aus, entwickelt einen eigenen künstlerischen Stil und absolviert am Frankfurter Institut für Gestaltung und Kommunikation ihre Ausbildung zur Puppenspiel-Therapeutin.

Neben ihrer Arbeit als Puppenspielerin besucht sie 7 Jahre lang die Akademie für Ethik und Bewusstsein und leitet seit 2010 Frauengruppen zum Thema „Ein Leben in Liebe und Fülle“. 2012 kommt ihr erster Vortrag „Liebe! Und alles ist gut“ hinzu. Im gleichen Jahr beginnt sie eine Ausbildung zur Yogalehrerin an der Freiburger Yoga-Akademie und ist damit auch immer mehr in der Erwachsenenbildung tätig.

Ihr großes Anliegen ist es mit Hilfe ihrer reichen Lebenserfahrung Kinder und Erwachsene zu ermutigen, sich und anderen gut zu tun, Verantwortung zu übernehmen und ihr Leben positiv zu gestalten. In jedem Menschen schlummert eine schöpferische Kraft, die nicht nur im Puppenspiel geweckt werden will!

Biographisches Dr. Johannes Minuth

Dr. Johannes MinuthDer 1955 geborene Johannes Minuth studierte Germanistik und Geographie und konnte sich nichts anderes vorstellen als Gymnasiallehrer zu werden.

Nach Beendigung der Lehrerausbildung herrscht jedoch in Baden-Württemberg Einstellungsstopp. Um nicht arbeitslos zu sein greift er die Idee seiner Frau auf und gründet übergangsweise mit ihr eine Puppenbühne. Zu seiner Überraschung findet er nicht nur Freude an den in eigener Werkstatt entstandenen Puppen sondern ist auch emotional tief berührt von der Wirkung der kleinen Figuren, die er selbst zum Leben erwecken kann. Er verabschiedet sich von den Perspektiven einer "gesicherten Beamtenlaufbahn" und wird Berufspuppenspieler. Er schreibt eigene Stücke, zuletzt "Goethes Faust – Die Puppenshow", spielt in ganz Deutschland, gibt seine Erfahrungen in Workshops weiter.

Sein besonderes Interesse und seine ganze Liebe gelten dem Spiel mit dem Kasper.

Diese Figur fasziniert ihn so sehr, dass er neben dem laufenden Spielbetrieb jahrelang wissenschaftliche Nachforschungen betreibt und über das Thema 1996 eine Dissertation an der Uni Freiburg vorlegt. Im gleichen Jahr erscheint sein Buch: "Die Entwicklungsgeschichte des Kaspertheaters. Vom Possentreiben zur Puppenspielkunst."

Durch Zufall fällt Johannes Minuth, dessen Vater nicht nur Arzt sondern auch ein hervorragender Geschichtenerzähler war, im Jahr 2001 eine Ahnenchronik in die Hände. Aus dem Schriftstück geht hervor, dass es unter seinen Vorfahren viele Künstler gab. So hatte sich einer seiner Urgroßväter bereits als Kind auf die Imitation von Tierstimmen spezialisiert und durfte sein Können 1830 dem König von Ungarn vorführen.

Heute ist Johannes Minuth dem Schicksal dankbar, dass es mit dem Lehrer-Dasein nicht geklappt hat...

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